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Rechtsextremismus im 21. Jahrhundert: Psychosoziale Erklärungen und Gegenstrategien

Samstag 15. November 2025 | 10:00 – 15:00 Uhr

Schaltwarte Duisburg

Referent*in: Alexander Yendell

Die Welt erlebt aktuell einen deutlichen Rechtsruck: Polarisierung, Nationalismus und autoritäre Bewegungen gewinnen an Einfluss – nicht nur in Deutschland, sondern international. Diese Dynamiken prägen gesellschaftliche Diskurse und entladen sich zunehmend in Gewalt und Kriegen, die von rechtsextremen und faschistischen Ideologien maßgeblich befeuert werden. Auch in Deutschland ist der Erfolg der AfD ein Ausdruck dieser Entwicklungen.

Die Teilnahme am Workshop ist kostenfrei (0,00€)

Für alle Teilnehmenden stehen während der Seminare kostenfrei Getränke sowie kleine Snacks und eine Verpflegungspause bereit.

12 vorrätig

Die Welt erlebt aktuell einen deutlichen Rechtsruck: Polarisierung, Nationalismus und autoritäre Bewegungen gewinnen an Einfluss – nicht nur in Deutschland, sondern international. Diese Dynamiken prägen gesellschaftliche Diskurse und entladen sich zunehmend in Gewalt und Kriegen, die von rechtsextremen und faschistischen Ideologien maßgeblich befeuert werden. Auch in Deutschland ist der Erfolg der AfD ein Ausdruck dieser Entwicklungen.

Häufig beschreiben Analysen jedoch nur das Phänomen: Sie fokussieren auf Krisen, die rechte Akteure selbst als Begründung anführen – soziale Ungleichheit, wirtschaftliche Instabilität, Migration, Pandemie. Das ist wichtig, greift aber zu kurz. Selten wird die Frage gestellt, warum manche Menschen resilient auf Krisen reagieren, während andere autoritäre Aggression und Feindseligkeit entwickeln.

Dabei existiert eine lange Forschungstradition, die genau hier ansetzt. Demzufolge ist Rechtsextremismus immer zugleich ein politisches und ein psychosoziales Phänomen – die beiden Ebenen sind untrennbar miteinander verwoben.

  • Ein fundiertes Verständnis der Ursachen von Rechtsextremismus aus Sicht der politischen Psychologie
  • Einblicke in klassische und moderne Konzepte wie Autoritarismus, soziale Identität, affektive Mobilisierung
  • Die Verbindung von Theorie und Praxis: Was bedeuten diese Erkenntnisse für Prävention und Intervention?
  • Methoden und Handwerkszeug, um wissenschaftlich fundierte Argumente in Bildungsarbeit und Praxis umzusetzen und so die Fähigkeit zu stärken, Radikalisierungsprozesse differenziert zu analysieren und daraus tragfähige Handlungsempfehlungen abzuleiten.

Dr. Alexander Yendell ist Soziologe und forscht am Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt der Universität Leipzig. Seine Schwerpunkte liegen auf den Ursachen und Dynamiken von Rechtsextremismus, autoritären Einstellungen und Verschwörungsmentalität sowie auf den psychosozialen Grundlagen politischer Radikalisierung. Aktuell beschäftigt er sich auch mit Fragen des Demokratievertrauens und der sozial-ökologischen Transformation.

Yendell war bis 2022 einer der Autoren der Leipziger Autoritarismusstudien (vormals Mitte-Studien) und hat umfangreich zu Themen wie Rassismus, Antisemitismus, Islamfeindlichkeit, politischem Protest und Gewalt geforscht. Zudem leitete er Projekte wie „Konfliktraum Leipzig“ und „Konfliktraum Hamburg“, die regionale Radikalisierungsprozesse untersuchten.

Derzeit ist er einer der Projektleiter in internationalen Horizon-Forschungsprojekten (u. a. PRO-Coast und PRO-Climate), die sich mit gesellschaftlichem Zusammenhalt, Biodiversität und Klimaresilienz befassen.

Seine Seminare und Vorträge verbinden wissenschaftliche Analyse mit praxisorientierten Handlungsperspektiven – und eröffnen dabei einen differenzierten Blick auf die politisch-psychologischen Dimensionen gesellschaftlicher Krisen.

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