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Portraits der Referent:innen.

Amira Bakhit-Eickmeier.

Theaterpädagogin, Kultur- und Diversity-Expertin sowie Kulturmanagerin

Amira Bakhit, geboren am 18. Juli 1983 in Friedberg, Hessen, ist eine bundesweit erfahrene Theaterpädagogin, Kultur- und Diversity-Expertin sowie Kulturmanagerin. Seit Januar 2023 arbeitet sie als Dozentin für Erwachsenenbildung mit Fokus auf Diversität und Diskriminierung. Bis Oktober 2025 leitet sie das Stapeltor (Duisburg) und gestaltet dort eine partizipative, diskriminierungssensible Kultur- und Demokratiebildung, mit besonderem Augenmerk auf die non-formale KiJu-Förderung nach SGB VIII.

Zuvor leitete sie die theaterpädagogische Abteilung im Fritz Henßler Haus Dortmund (JA Dortmund), baute die partizipative Sparte „Dein theater.vibe“ auf und realisierte über 25 Projekte in Kooperationen mit Schulen, Hochschulen, sozialen Trägern und Behörden. Während der Pandemie setzte sie erfolgreiche, hybride Angebote um und entwickelte ein Schutzkonzept in Zusammenarbeit mit den Zielgruppen.

Weitere Stationen umfassen die Leitung der theaterpädagogischen Abteilung am Theater Oberhausen (theater:faktorei), wo sie zehn parallele Projekte jährlich sowie Ferienangebote und Workshops verantwortete und partnerorientierte Netzwerkarbeit pflegte. Sie arbeitete zudem beim Jugendamt (FHH) und sammelte umfangreiche Verwaltungserfahrung.

Seit 2019 koordiniert sie freiberufliche Dozent*innen, festangestellte Mitarbeitende und Ehrenamtliche. Ihre Arbeit zeichnet sich durch Fundraising-Erfahrung (Diversitätsfond NRW, Kultursekretariat NRW u.a.), Entwicklung von Schutz- und Awareness-Konzepten sowie die Schaffung von Safe Spaces für marginalisierte Gruppen aus. Ihre Schwerpunkte liegen auf kultureller Bildung, Demokratiebildung, Partizipation und inklusiver Jugendarbeit.

Persönliche Qualifikationen umfassen Gewaltfreie Kommunikation nach M. Rosenberg sowie Fortbildungen zu Klassismus, Diversity und LSBTIQ*. 

Alexander Gesing.

Projektleitung beim Beratungsnetzwerk Grenzgänger der IFAK e.V.

Alexander Gesing ist stellvertretende Projektleitung beim Beratungsnetzwerk Grenzgänger der IFAK e.V. Grenzgänger bietet Angehörigenberatung und Distanzierungsarbeit im Bereich des islamistischen Extremismus an.

Er ist hier insbesondere für die Bereiche „Fach- und Beratungsstelle Islamismus und Flucht“ und „EVOLUO – Psychologische Fachkenntnisse und Coaching für Berater*innen im Themenfeld (De-)Radikalisierung“ verantwortlich.

Alexander Gesing studierte Soziale Arbeit an der Evangelischen Hochschule Bochum und Sozialwissenschaften mit einem Schwerpunkt in Globalisierung, Transnationalisierung und Governance an der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Duisburg-Essen.

Zunächst arbeitete er in der Kinder- und Jugendhilfe, unter anderem mit unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten und obdachlosen Jugendlichen sowie in der Forschung im Central European Network on Fatherhood in Dortmund und Wien.

Dr. Ingo Elbe.

wissenschaftlicher Mitarbeiter & Privatdozent

Dr. Ingo Elbe ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Privatdozent am Institut für Philosophie der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.

Letzte Publikationen u.a.: Probleme des Antirassismus. Postkoloniale Studien, Critical Whiteness und Intersektionalitätsforschung in der Kritik, Berlin 2022 (als Mitherausgeber) sowie Hannah Arendts Bild des Holocaust – mit einem Ausblick auf seine postkolonialen Erben. In: A. Stahl/M. Seul u.a. (Hg.): Erinnern als höchste Form des Vergessens. (Um-) Deutungen des Holocaust und der Historikerstreit 2.0, Berlin 2023. Postcolonialism, Antisemitism, and Israel: The ‘Progressive’ Attack on the Jewish State and Holocaust Memory. In: I. Ritzer (Hg.): On the Critique of Identity. Stuttgart 2024. „By Any Means Necessary” – Authoritarianism and the Potential for Violence in Anti-Zionist Postcolonial Discourse. In: Israel Journal of Foreign Affairs, July 2025.

Aktuelles Buch: Antisemitismus und postkoloniale Theorie. Der „progressive“ Angriff auf Israel, Judentum und Holocausterinnerung. 3. Aufl. Berlin 2025.

Online-Texte unter: https://uol.de/philosophie/pd-dr-ingo-elbe/publikationen

Valentin Scholz.

Fachbereichsleiter im jfc Medienzentrum Köln

Valentin Scholz ist Fachbereichsleiter im jfc Medienzentrum Köln und arbeitet an der Schnittstelle von Medienpädagogik, politischer Bildung und Extremismusprävention.

Seine Schwerpunkte liegen auf digitaler Öffentlichkeit, sozialen Medien, KI und Radikalisierungsdynamiken. In seiner Arbeit verbindet er Analyse gesellschaftlicher Entwicklungen mit praxisnahen, handlungsorientierten Formaten.

Neben seiner Tätigkeit im jfc lehrt er im Bereich Medienpraxis in der Abteilung für Medienwissenschaft der Universität Bonn.

Prof. Dr. Bünyamin Werker.

Professor für Bildung und Erziehung

Prof. Dr. Bünyamin Werker ist Professor für Bildung und Erziehung im Kontext Sozialer Arbeit an der Hochschule Hannover. Seine Lehr- und Forschungsgebiete umfassen die Themen Beziehungsgestaltung in pädagogischen Handlungsfeldern, Kulturelle Bildung, Erinnerungskultur und Gedenkstättenpädagogik, Diversität in pädagogischen Handlungsfeldern und Rechtsextremismusprävention.

Bünyamin Werker war zuvor Studienrat im Hochschuldienst der Universität zu Köln im Departement Erziehungs- und Sozialwissenschaften sowie Studienleiter der Akademie der Kulturellen Bildung des Bundes und des Landes NRW. Als aktives Mitglied der Rap-Musik-Band Sons of Gastarbeita war er über mehrere Jahre in der Jugendkulturarbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen tätig. Seit 2024 ist Bünyamin Werker Vorstandsmitglied der Akademie der Kulturellen Bildung.

Dr. Alexander Yendell.

Soziologe

Dr. Alexander Yendell ist Soziologe am Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt der Universität Leipzig. Er forscht zu Rechtsextremismus, autoritären Einstellungen, Verschwörungsmentalität und den psychosozialen Grundlagen politischer Radikalisierung. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Demokratievertrauen und sozial-ökologischer Transformation.

Yendell war bis 2022 Mitautor der Leipziger Autoritarismusstudien und leitete Projekte wie „Konfliktraum Leipzig“ und „Konfliktraum Hamburg“, die regionale Radikalisierungsprozesse untersuchten. Derzeit ist er Projektleiter in internationalen Horizon-Forschungsprojekten zu gesellschaftlichem Zusammenhalt, Biodiversität und Klimaresilienz (u. a. PRO-Coast, PRO-Climate). Seine Vorträge verbinden wissenschaftliche Analyse mit praxisnahen Perspektiven und eröffnen differenzierte Einblicke in die politisch-psychologischen Dimensionen gesellschaftlicher Krisen.

Pro Palaver.

Die Kunst des Dialogs
Ali Wichmann & Kai Helm

Ali Wichmann ist einer der Gründer von Scharlatan – Theater für Veränderung. Aus den Anfängen im Straßentheater hat sich Scharlatan zu einem der größten Unternehmenstheatern in Deutschland entwickelt. Er ist Schauspieler, Regisseur, Coach und seit vielen Jahren gesellschaftlich engagiert. Mit ProPalaver ist nun ein neues Projekt entstanden. Er vertraut auf die Kraft im Theater, Dinge durch Mut und Haltung zu verändern und sie in eine gute Richtung zu lenken. Humor und der intelligente Regelbruch sind bei ihm stetige Begleiter.

Kai Helm studierte in Göttingen, war daselbst Mitglied der Dramaturgischen Abteilung und wurde an der Transform Schauspielschule Berlin in Pantomime, Schauspiel und Bewegung ausgebildet. Seit 1984 ist er Schauspieler in Funk und Fernsehen und an diversen freien Theatern.

Darüber hinaus unterrichtet er als Dozent und Regisseur für Theater, Bewegung, Schauspiel und als Businesscoach für Persönlichkeitsentwicklung bundesweit. Mit Ali Wichmann verbindet ihn, verdammt ernste Themen humorvoll zu begegnen.

Sabra.

Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit, Beratung bei Rassismus und Antisemitismus

Der Name SABRA ist einerseits Akronym für „Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit, Beratung bei Rassismus und Antisemitismus“, andererseits der hebräische Begriff für Kaktusfeige, welcher auch als Bezeichnung für in Israel geborene Jüdinnen*Juden verwendet wird. SABRA arbeitet schwerpunktmäßig zu Antisemitismus und ist eine zivilgesellschaftliche Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit des Landes Nordrhein-Westfalen. SABRA befindet sich in Trägerschaft der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf und wird durch das Landesministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration gefördert.

Die Arbeit von SABRA umfasst insbesondere Einzelfallberatung für Betroffene von Antisemitismus (NRW-weit) und Rassismus (Stadt Düsseldorf), antisemitismuskritische Präventions- und Bildungsarbeit sowie Netzwerk- und Gremienarbeit auf kommunaler, Landes- und Bundesebene.

Als zivilgesellschaftliche Organisation in jüdischer Trägerschaft ist es das zentrale Anliegen von SABRA, jüdische Perspektiven, insbesondere zum Thema Antisemitismus, in allen relevanten Bereichen einzubringen und dafür zu sensibilisieren. Dies umfasst neben der Rücksichtnahme auf jüdische Feiertage und religiöse wie kulturelle Traditionen auch eine Bekämpfung jeglicher Formen von Antisemitismus in allen politischen und gesellschaftlichen Milieus. Insbesondere das Phänomen des israelbezogenen Antisemitismus als milieuübergreifende Integrationsideologie ist hier aktuell von besonderer Bedeutung. Ein differenziertes Verständnis von Antisemitismus insgesamt erfordert dabei eine klare analytische Abgrenzung von Rassismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, ohne dass die entsprechenden Phänomene dadurch relativiert oder bagatellisiert werden sollen.

Krea Team.

Die Kreativitätsschule Bergisch Gladbach e.V. ist eine Einrichtung der kulturellen Kinder- und Jugendarbeit in Bergisch Gladbach.

Als anerkannter Träger der freien Jugendhilfe ist sie Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband, in der Landesarbeitsgemeinschaft Kreativitätspädagogik NRW e.V. und im Landes- und Bundesverband der Jugendkunstschulen. Ihr Konzept orientiert sich an aktuellen Ergebnissen aus Kreativitätsforschung, Pädagogik und Entwicklungspsychologie. Mit den Mitteln des Plastischen und Bildnerischen Gestaltens, Musik und Rhythmik, Theater, Zirkus und im Umgang mit neuen Medien entwickeln die Teilnehmer:innen ihre fachliche Kompetenz, um gestalterisch ihre eigenen Ideen zu verwirklichen.

Kulturelle Bildung. schafft Räume

Alle Workshops.

Lernen Sie die Expert:innen kennen, die unsere Workshops leiten – mit langjähriger Erfahrung in kultureller Bildung und Extremismusprävention.

Unsere Spielstätten.

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